Granatapfel (Punica Granatum)

Granatapfel (Punica Granatum)

Der Granatapfel stammt ursprünglich aus dem Iran und ist auch in ganz Asien weit verbreitet. In freier Natur kann der strauchartig wachsende Baum eine Höhe von fünf Metern erreichen.
Der Granatapfel eignet sich als Bonsai sehr gut. Zum Bonsai wird der Granatapfel durch seinen kleinen Blätter, die hübschen Blüten und Früchte sowie die interessante Stammform und die charaktervolle Borke. Als Bonsai wirkt der Granatapfel durch diese Eigenschaften zu jeder Jahreszeit interessant.
Vor allem wenn die Früchte reifen, braucht der Granatapfel sehr viel Wasser. Da diese Bonsai-Art in durchlässiger Erde gepflanzt wird, muss er häufiger gegossen werden. Halbschatten verträgt der Granatapfel zwar, damit sich die Blüten aber voll entfalten können, sollte er in voller Sonne stehen.
Der Granatapfel wird in der Regel alle zwei Jahre umgetopft, bei älteren Bäumen sind die Intervalle größer. Die beste Zeit zum Umtopfen ist im Frühjahr, wenn man die Knospen schon erkennen kann.
Da die Äste des Granatapfels sehr zerbrechlich sind, ist die Drahtung so gut wie unmöglich. Nur junge Triebe, die erst beginnen zu verholzen, können noch mit Draht in die gewünschte Form gebracht werden.
Beim Dünger für den Granatapfel sollte auf einen hohen Anteil an Kali und Phosphor geachtet werden. Er verträgt zwar auch mineralischen Dünger, sollte aber möglichst organisch gedüngt werden.
Der Granatapfel sollte gerade im Sommer im Freien stehen, da er sowohl viel Sonne als auch Wärme benötigt. Aber auch ein dauernder Standort in einem verhältnismäßig kalten Glashaus ist empfehlenswert. Generell verträgt der Granatapfel auch sehr hohe Sommertemperaturen.
Vor allem in mitteleuropäischen Gegenden ist der Granatapfel nicht winterhart. Er braucht zwar eine Ruhezeit, die Blätter werden aber nur bei extrem niedrigen Temperaturen abgeworfen. In der Regel kann der Granatapfel im Winter in der Wohnung stehen, verträgt aber nach Eingewöhnung auch Temperaturen, die sich kurzzeitig um den Gefrierpunkt bewegen.