Junischnee/ „Baum der tausend Sterne“ (Serissa Foe
Junischnee/ „Baum der tausend Sterne“
Dieser Bonsai-Baum stammt ursprünglich aus Südostasien/ Südchina. Aufgrund der Blütenpracht, immergründer Blätter und einem zierlichen Wuchs ist der Junischnee ein sehr beliebter Bonsai. Da fast alle Exemplare verschlungene oberirdische Luftwurzeln haben, eignen sie sich meist gut für Felspflanzungen. Beim Rückschnitt von Wurzeln und Lauf tritt ein unangenehmer, fast stinkender Geruch auf.
In der Hauptblütezeit (Sommer bis Spätsommer) zeigen sich viele kleine, weiße Blütenköpfchen in Kelchform. Sie befinden sich an den Blattachseln. Wenige Blüten halten sich über das ganze Jahr. Wenn man den Junischnee entsprechend seiner Bedürfnisse pflegt, ist er sehr zäh und robust. Es handelt sich um einen Kalthaus-Bonsai, der im Herbst/ Winter unbedingt eine Pause im Wachstum benötigt. Für die Überwinterung empfiehlt sich ein kühler und heller Standort mit Temperaturen zwischen 5 und 12 ° C. In den warmen Monaten (ab April bis Ende Oktober) muss die Pflanze an einen schattigen Standort im Freien gestellt werden. Nach einer gewissen Gewöhnungsphase kann sie auch bei häufigem Gießen in voller Sonne stehen. Auch Nachtfrost fällt in die Toleranz dieser Bonsai-Art, aber Laubschäden können dadurch vorkommen. Sowohl auf einen Standortwechsel als auch auf alle Veränderungen der Lebensbedingungen reagiert eine Serissa sehr empfindlich. Die Blätter werden
leicht gelb und fallen aus. Staunässe verträgt der Junischnee überhaupt nicht, mäßig feucht sollte die Erde aber trotzdem sein und muss zwischen dem Gießen auch gut abtrocknen können. Die Pflanze vertägt auch längere Trockenzeiten, bei zu nasser Erde können die Wurzeln leicht faulen, was sich durch welkendes Laub (braune bis schwarze Blätter) bemerkbar macht. Für Temperatur und Wasser gibt es eine Faustregel: Im Sommer muss bei praller Sonne sehr viel gegossen werden, im Winter sollte sie an einem kühlen Standort stehen und eher verhalten gegossen werden. Von April bis Oktober wird alle zwei oder vier Wochen möglichst organisch gedüngt, im Winter wird nicht gedüngt.
Ist der Junischnee gesund, verträgt er auch radikale Rückschnitte. Da das Wachstum recht stark ist, sind diese Rückschnitte etwa alle zwei Jahre notwendig, um die Form beizubehalten. Zusätzlich wird dadurch das Absterben von inneren Zweigen verhindert. Für den Rückschnitt ist das zeitige Frühjahr die beste Zeit, damit im Sommer dichtes Laub und Blüten vorhanden sind. Mit Draht kann der Junischnee gut geformt werden, allerdings sind ältere Äste oft leicht brüchig.
