Kamelie (Camelia Japonica)
Kamelie (Camelia Japonica)
Als Bonsai wird sehr häufig die japanische Kamelie verwendet. In freier Natur ist sie ein bis zu 15 Meter hoher, reichverzweigter, aufrechter Baum oder auch Strauch. Die Blätter sind breit, derb und ledrig, glänzen stark und sind an der oberen Seite dunkelgrün. Bei wilden Arten sind die Blüten recht einfach, meist rot und erscheinen je nach Sorte von Februar bis April oder im Juni/ Juli.
Als Bonsai findet vor allem die ungefüllte kleine Wildform Anwendung, bei der die Blüten aus den Achselknospen neuer Triebe erscheinen. Ein ausgeglichenes Bild wird durch Auslichten der Blüten geschaffen. Im Winter wird die Kamelie nach der Blüte beschnitten, wobei auf einen kräftigen Rückschnitt geachtet werden sollte. Er gewährleistet die Erhaltung der Baumstruktur.
Eine Kamelie benötigt hohe Boden- und Luftfeuchtigkeit und sollte regelmäßig gedüngt werden. Gerade im Herbst ist die Düngung sehr wichtig, um gut durch den Winter zu kommen und auch im folgenden Jahr viele Blüten zu tragen. Der Wasserbedarf ist generell – hauptsächlich aber während der Blüte – sehr hoch, auf hohen Kalkgehalt sowohl im Wasser als auch im Boden reagiert sie empfindlich. Solange der Boden feucht ist, kann die Kamelie auch in voller Sonne stehen, allerdings ist ein Standort im Halbschatten besser. Umtopfen lässt sich die Kamelie am besten im Frühjahr.
Die Gestaltung der Kamelie mi Hilfe von Draht ist recht problemlos möglich. Durch Pinzieren (Rückschnitt der Triebspitzen) sowie durch Rückschnitt langer Äste kann der Neuaustrieb erreicht werden.
