Charakterformen

Bankan

Bankan bedeutet soviel wie „Drachen“ und kommt als Gestaltungsform vor allem in China vor. Im Buddhismus gilt der Drache als Glückssymbol. Den Leib des Drachen bildet der geschwungene Stamm, die Äste stellen die Gliedmaßen dar. Durch Drahtung sowie Schnittmaßnahmen erreicht man die gewundene Form.

Bunjingi - Literatenform

Die traditionelle Bonsai-Stilform in Japan in Bunjingi. Ein Bunjingi ist durch einen dünnen, hohen und oft elegant geschwungenen Stamm sowie wenig Äste und geringe Belaubung charakterisiert. Dabei bezieht sich die Gestaltung nicht generell auf ein Vorbild aus der Natur. Oft wird die Form mit einer Persönlichkeit aus der Poesie gleichgesetzt, weshalb man hier auch von der Literatenform spricht. Teilweise werden sehr ästhetische Bäume Gedichten zugeordnet oder über besondere Bäume werden Gedichte geschrieben.
Die Gestaltung eines Bunjingi gilt bei Fachleuten als Meisterschaft. Vor allem in der einfachen und unkomplizierten Form liegt dabei die Schwierigkeit, was auf die wenigen Elemente zurückgeführt wird. Diese müssen alle stimmig sein, da selbst ein kleiner Fehler nicht versteckt werden kann. Da der Baum zusätzlich wie ein reifer, alter Baum wirken muss, sind die Anforderungen sowohl an den Gestalter als auch an das Material recht hoch.

Felsform - Ishizuke

Bei Ishizuke handelt es sich um eine Form der Gestaltung, bei welcher der Baum auf einem Stein wächst.
Der Felsen, auf dem der Baum wächst, wird meist auf einem mit Wasser gefüllten Tablett platziert. In einer Mulde oder Felsspalte hat die Pflanze nur wenig Erde zur Verfügung. Damit diese nicht fortgeschwemmt wird, muss sie kompakt und klebrig sein.

Sekijoku

Bei der Gestaltung eines Sekijoku wachsen die Wurzeln über den Felsen, der Stamm und die Krone liegen dabei auf dem Felsen. Das besondere Merkmal dieser Gestaltungsform sind die Wurzeln, die am Felsen entlang wie Greifarme wachsen. In der Natur findet man diese Wuchsform vor allem im Gebirge, generell trifft man solche Bäume aber eher selten an.