Bonsai Arten

Gehölzarten

Es eignen sich alle kleinblättrigen bzw. kleinnadligen und verholzenden Strauch- und Baumarten für die Bonsai-Gestaltung.

Wacholder, Ahorn, Kiefer, Azaleen, asiatische Ulmenarten und Fruchtbäume werden traditionell als Bonsai verwendet. Obwohl Bonsai in der Regel mit China und Japan in Verbindung gebracht wird, können auch einheimische Bäume genutzt werden. Diese sind an das Klima angepasst und benötigen keinerlei Eingewöhnung. Kleinblättrige Ahornarten oder auch Fichten sind sehr beliebt für die Bonsai-Gestaltung. Diese Arten sind vor allem deshalb zu empfehlen, weil sie auf das Klima so gut eingestellt sind, dass sie auch im Winter im Freien stehen können. Starke Fröste sollten allerdings dennoch vermieden werden. Von Vorteil ist deshalb die Einsenkung im Boden oder die Bedeckung mit einer Mulchschicht.

Gerade in den westlichen Ländern wurden die Bonsai-Techniken auf Zimmerpflanzen übertragen. Deshalb unterscheidet man zwischen „Indoor-Bonsai“ und „Outdoor-Bonsai“. Problematisch stellt sich dabei die Kultur der Indoor-Bonsais dar, denn die wichtigen Lebensbedingungen (z. B. Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 90 Prozent, Temperatur zwischen 15 und 30 ° C) können in „normalen“ Haushalten nur schwer geboten werden. Viele Pflanzen vegetieren deshalb oft dahin und gehen in der Regel schnell ein. Robust sind fast ausschließlich kleinblättrige Arten der Ficus-Gattung. Sie sind recht anpassungsfähig, können problemlos als Indoor-Bonsai gehalten werden und sind mittlerweile zu typischen Anfängerpflanzen geworden.

Die Gestaltung von Bonsai-Bäumen kann aus Samen, Jungpflanzen oder gesammelten Pflanzen aus der Natur erfolgen. Auch Containerpflanzen aus dem Gartencenter oder Baumschulpflanzen eignen sich gut. Seine charakteristische Größe behält der Bonsai-Baum nur durch die Kulturmaßnahmen, genetisch gibt es also zu gewöhnlichen Pflanzen keinerlei Unterschiede.


Findlinge

Auch das Ausgraben von Bäumen bietet sich zur Vermehrung an. Diese Bäume werden als Findlinge bezeichnet, besonders wild gewachsene Bäume nennt man Yamadori. Für die Übersiedlung von alten Gewächsen ist ein hoher Aufwand sowie Erfahrung notwendig.
Die Erlaubnis des Besitzers ist zur Aneignung eines Findlings unbedingt erforderlich und umweltschutzrechtliche Dinge müssen ebenfalls beachtet werden. Ohne Erlaubnis zur Ausgrabung kann es sowohl zivil- als auch strafrechtliche Konsequenzen geben – einfach ausgraben ist so nicht möglich.


Miniatur-Bonsai

Diese Bonsai-Bäume sind meist nur höchstens 20 cm groß. Um einen Miniatur-Bonsai zu halten, benötigt man langjährige Erfahrungen, da sich die Pflege verhältnismäßig schwierig gestaltet. In dieser Größe können die Bonsai-Bäume meist nur über kurze Zeit gehalten werden.


„Kaufhaus“- Bonsai

In Blumengeschäften, Baumärkten und Kaufhäusern werden seit einigen Jahren auch Indoor-Bonsais verkauft. Die Bäume weisen aufgrund der geringen Preise aber oft ästhetische Mängel auf. Bei den meisten Exemplaren ist der Schnitt, der einen starken Stamm hervorbringen soll, kaum verdeckt. Die Äste weisen aufgrund der seltenen Nachführung der Drahtung oft Einbuchtungen oder Narben auf, auch eingewachsene Drähte kommen vor. In seltenen Fällen findet man sogar Nachbildungen, bei denen es sich nicht um „echte“ Pflanzen handelt.


Zimmerpflanzen

Gardenie (Gardenia Jasminoides)

Fukien-Tee (Carmona Microphylla)

Granatapfel (Punica Granatum)

Kamelie (Camelia Japonica)

Junischnee/ „Baum der tausend Sterne“ (Serissa Foe

Olive (Olea Europaea)

Ficus Panda

Orangenjasmin

Freilandpflanzen

Rhododendron – Azalee

Blauregen/ Glyzinie (Wisteria)

Chinesische Quitte (Chaenomeles Sinensis)

Weichselkirsche (Prunus Mahaleb)

Efeu (Hedera)


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