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Schädlinge und Schädlingsbekämpfung
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Schädlinge und wie man sie bekämpt
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Auch Bonsai-Bäume können von den verschiedensten Schädlingen befallen werden. Nachfolgend werden einige dieser kleinen Plagegeister sowie Maßnahmen zur Bekämpfung aufgeführt.
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Schädlinge
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Asiatischer Bockkäfer
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Der asiatische Bockkäfer wird oft schon zusammen mit dem Bonsai eingeführt. Noch in Asien legt das Weibchen die Eier an den Bäumen ab, die schlüpfende Larve frisst sich in den Stamm und lebt dort vom Holz. Dabei können teilweise recht große Hohlräume entstehen, in denen der Käfer das Puppenstadium verbringt. Der asiatische Bockkäfer wird etwa 4 bis 6 cm groß und hat eine auffällige, sogar schöne Zeichnung. Dadurch kann man ihn im Bonsai meist recht einfach erkennen. Der Bockkäfer frist große Mengen Rinde bei ein- bis zweijährigen Ästen ab, wenn man ihn daran nicht hindert. Die Äste sterben dadurch meist ab. Da dieser Käfer ein Forstschädling ist, sollte er in Europa unbedingt abgetötet werden, um große Schäden zu verhindern.
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Blattläuse
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Die häufigste Ungezieferart, die auf Bäumen zu finden ist, sind Blattläuse. Sie haben unterschiedliche Farben, die oft an die Pflanzen, die sie befallen, angepasst sind. Da sie nur etwa 5 mm groß sind, bleibt der Erstbefall meist unentdeckt. Frisch geschlüpfte Läuse sind fast transparent und verstecken sich gern in Hüllblättern oder an Blattunterseiten. Generell geht der Befall durch Blattläuse sehr schnell.
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Eichenzwerglaus
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Die Besiedlung mit Eichenzwergläusen erkennt man an kleinen gelben Flecken an der Oberseite der Blätter bei heimischen Eichen. Diese Läuse sitzen einzeln und bewegen sich nicht von ihrem Platz weg. Bei schwachem Befall genügt zur Bekämpfung das Absammeln befallener Blätter. Wird der Befall stärker, dann werden die Blätter braun und fallen ab. Im Winter kann die Laus als Winterei in der Rinde überwintern.
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Gemeine Spinnmilbe
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Die gemeine Spinnmilbe ist im wahrsten Sinne des Wortes gemein – sie ist kleiner als 0,5 mm und transparent und deshalb auch nur sehr schwer erkennbar. In größeren Mengen tritt sie recht schnell auf und kann die Pflanze so schädigen. Die Blätter vertrocknen und der Baum geht aufgrund der fehlenden Photosynthese ein. Kleine silbrige Punkte auf der Blattoberseite deuten auf einen Spinnmilben-Befall hin. Durch trockene Luft wird der Befall gefördert – ein Grund für den häufigeren Befall von Indoor-Bonsais.
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Schädlingsbekämpfung
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Pflanzenschädlinge und Pflanzenkrankheiten gibt es schon, seit Pflanzen kultiviert werden. Meist wird bei der Bekämpfung nur der Schädling, aber nicht die Ursache bekämpft. Generell kann davon ausgegangen werden, dass gesunde Pflanzen kaum von Schädlingen befallen werden. Eine gesunde Pflanze kann durchaus viele Schädlinge aus eigener Kraft abwehren. Dabei sollte aber beachtet werden, dass eine gut wachsende Pflanze nicht unbedingt auch eine gesunde Pflanze ist. Die Ursachen von Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten sind sehr vielfältig. Dazu gehören ein falscher Standort, falsches Gießen, falsche Erde, falsche Umwelt und „Ernährung“ oder auch falsche Züchtung.
Um Schädlinge effektiv abzuwehren, ist ein guter Gesundheitszustand von großer Bedeutung. Der Boden spielt dabei eine besondere Rolle. Im Boden befinden sich Bakterien, Pilze und andere Kleinorganismen, die der Erde zu einer für die Nährstoffaufnahme günstigen Beschaffenheit verhelfen. Wird aber das Bodenleben zerstört, führt das unweigerlich zu Schäden für den Bonsai. Für die Bodenflora sind außerdem auch Dünger mit hohem Salzgehalt schädigend. Auch chemische Mittel sind nicht nur gut für die Pflanzen. Bei der Wahl des Standortes sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze möglichst nicht im Zugwind steht. Am günstigsten ist es, morgens entweder mit abgestandenem Wasser oder mit einwandfreiem Regenwasser zu gießen. Das Wasser sollte möglichst ein oder zwei Grad mehr haben, als die Temperatur des Bodens. Auch falsches Klima oder starke Umweltbelastungen können die Bonsai-Pflanzen schädigen. Der Wechsel des Klimabereichs sollte möglichst vermieden werden. Orte mit hoher Umweltbelastung sind meist nur für umweltresistente Pflanzen geeignet.
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Biologische Schädlingsabwehr
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Die biologische Abwehr von Schädlingen umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung, eine regelmäßige Behandlung mit Kaltauszügen (auch Kräutertees, Spritzbrühen, Pflanzenjauchen) sowie den Kauf von biologischem Pflanzenschutz. Zur Vorbeugung gehört vor allem, dass die Ursachen vermieden werden. Bei der Herstellung von Kaltauszügen, Lösungen, Kräutertees, Jauchen oder Brühen ist darauf zu achten, dass man keinen Metallbehälter benutzt. Für Kaltauszüge kann man Brennnesseln, Zwiebeln oder Tomaten nutzen, die ungefähr 24 Stunden in kaltem Wasser angesetzt werden.twa Kamille, Rhabarber, Rainfarn, Wermut und Schachtelhalb eignen sich hervorragend für Kräutertees. Für Brühen kann man dieselben Kräuter nutzen, wie bei Kräutertees. Die Kräuter werden erst für 24 Stunden in kaltem weichem Wasser angesetzt. Anschließend kocht man alles kurz auf und lässt es dann etwa 30 Minuten leicht weiterkochen. Außer den schon genannten Kräutern können auch Wurmfarn oder Adlerfarn verwendet werden. Zu den natürlichen Flüssigkeiten und Lösungen zur Schädlingsabwehr gehören warmes Wasser, Schmierseife, Brennspiritus und Wasserglas.
Die aufgeführten Kräuter und Flüssigkeiten bzw. Lösungen helfen gegen unterschiedliche Schädlinge. Nachfolgend dazu eine Auflistung.
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Kaltauszüge
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Brennnessel gegen weiße Fliege und Blattläuse Tomaten gegen Raupen Zwiebel gegen Pilzerkrankungen und Milben
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Kräutertees
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Kamille gegen Blattläuse Rhabarber gegen schwarze Läuse Rainfarn gegen Läuse, Milben, Mehltau und Rost Schachtelhalm gegen Mehltau, Rost, Blattfleckenkrankheit Wermut gegen Läuse, Rost, Milben, Ameisen
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Natürliche Flüssigkeiten und Lösungen
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warmes Wasser gegen alle Insektenarten Schmierseife gegen Schildläuse, Spinnmilben, Blattläuse Brennspiritus gegen Spinnmilben, Blattläuse, Schildläuse Wasserglas gegen Pilzerkrankungen
Oft hilft auch Pflanzenjauchen, da die Schädlinge oft schon durch den stark penetranten Geruch vertrieben werden. Jauchen können aus Knoblauch, Brennnessel, Farnkraut, Wermut oder Schachtelhalm hergestellt werden.
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